Exportkreditgarantien: Nachfrage deutscher Exporteure nimmt deutlich zu

Containerschiff von oben auf offenem Meer

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) hat den Halbjahresbericht für das erste Halbjahr 2026 zu den Exportkreditgarantien des Bundes veröffentlicht. Die Zahlen zeigen deutlich: Trotz geopolitischer Spannungen und wirtschaftlicher Unsicherheiten bleibt die Nachfrage nach staatlicher Absicherung von Exportgeschäften hoch.

Im Einzelnen übernahm der Bund im ersten Halbjahr 2026 Exportkreditgarantien in Höhe von 10,2 Mrd. Euro – ein Anstieg von 37,4 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Besonders stark entwickelte sich dabei das Einzeldeckungsgeschäft: mit 6,7 Mrd. Euro war es hochgefragt.

Auch die Pipeline bleibt gut gefüllt: Der Bestand aus Anträgen und Grundsatzzusagen stieg auf 48,5 Mrd. Euro (+12,5 Prozent). Die wichtigsten Zielländer waren Norwegen, Frankreich und die Türkei, gefolgt von Algerien und der Ukraine. Damit wird deutlich, dass das Interesse an Exportkreditgarantien sowohl in stabilen Märkten als auch risikoreichen Regionen gilt.

Zudem unterstreichen die Zahlen die Bedeutung von Exportkreditgarantien als Absicherungsinstrument, insbesondere für Geschäfte in wirtschaftlich und politisch anspruchsvollen Märkten. Der Halbjahressaldo aus Einnahmen und Ausgaben lag bei 51 Mio. Euro. Damit fallen die Zahlen für das erste Halbjahr 2026 insgesamt positiv aus.